Warum Selbstliebe so wichtig ist!

Es fällt mir auf, das in den meisten Gesprächen mit meinen Freundinnen, gelebte Sexualität hauptsächlich mit Männern stattfindet.

Genauso auch bei den Frauen, die zu mir zur Massage kommen.

Gibt es keinen Partner wird die Sexualität auch nicht gelebt.

Zudem kommt noch, das viele Frauen ihren G-Punkt, bzw, die G-Fläche (da es ein größerer Bereich ist, als nur ein Punkt) oftmals gar nicht als angenehm fühlen oder gar nichts fühlen.

Meine Erfahrung ist, das die Belebung und Sensibilisierung der unteren Chakren, also des Wurzelchakras, u.a. unserer Erdung und des Sexualchakra, das Zentrum unseres Feuers, der Kreativität, unserer Lebensenergie überhaupt, als Kraftquelle auch für unsere Gesundheit enorm wichtig sind.

Es geht hier weder um Sexismus noch um zwanghaftes Ausagieren, sondern um Körperpflege, Feintuning unseres Organismus und unserer Empfindungsfähigkeit.

Da ich hier als Frau spreche, wende ich mich vor allem mit dem Thema Selbstliebe an die Frauen.

Männer fassen sich eher selbstverständlicher an ihrem Lingam an.

Frauen sind da verhaltener und schamhafter. Nicht alle, aber die meisten.

Die männliche Sexualität wurde geschichtlich auch eher befürwortet, als die weibliche Schamlosigkeit und Ekstase.

Ich bin der Überzeugung das Ekstase unser natürlicher, gesunder, frei fließender Zustand ist. So kommen wir auf die Welt, bis wir domestiziert und ruhiggestellt wurden.

Hier in Deutschland leben wir in einem der freiesten Länder unseres Planeten. Dennoch leiden wir viel an den sogenannten Zivilisationskrankheiten. Vieles kommt aus mangelnder Selbstliebe,fehlender Selbstannahme und geringer Verbundenheit mit unserem Körper und auch der entsprechenden Entladung, die uns in tiefe Entspannung führt.

Freilich ist das Thema ist noch um einiges komplexer. Ursachen sind u.a. auch Entwurzelung und Orientierungslosigkeit, innere Leere, nicht verarbeitete Traumata. Ich möchte mich hier jedoch auf die Selbstliebe über den Körper fokussieren.

Wir leiden oftmals an zuviel Energie, als an zuwenig. Zuviel Energie, die nicht entladen wird, erzeugt Stau, der sich in Krankheiten, wie Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Rückenschmerzen u.a. ausdrücken kann.

Entladen können wir uns dann, wenn die Energie im Körper fließt. Eine Entladung über den Orgasmus ist nicht garantiert, wenn der Orgasmus nur auf den Genitalbereich beschränkt ist und nicht ganzkörperlich erlebt wird. Das gilt für Frauen wie für Männer.

Ich möchte die Frauen dazu ermutigen, ihren G-Punkt zu entdecken und sich selbst regelmäßig zu massieren. Ein gefühlvoller G-Punkt lässt die weibliche Ejakulation geschehen und ist die Voraussetzung für tiefe Orgasmen und somit auch energetische Entladungen. Entladungen bedeuten tiefe Entspannung und die Balance zwischen aktiver und rezeptiver Phase. Beides ist für unsere Gesundheit erforderlich.

Wir leben in einer Gesellschaft, die dazu verführt permanent im aktiven Part zu sein. Nach dem Motto besser, höher, schneller. Das ist der Wahnsinn unserer Zeit.

Ich mache mehr und mehr die Entdeckung des Innehaltens und darin die Aktivierung meiner Sinne oder das Wahrnehmen meiner Sinne. Der absichstlose Waldspaziergang, bei dem ich junge Vögel aus einem Astloch piepsen höre, den Duft der Natur in mich aufsauge, mich auf den Waldboden lege und das Krabbeln unter mir fühle. Dann spüre ich meine Ganzheit und Richtigkeit und entspanne mich ganz von selber.

Zurück zur G-Punkt-Massage. Aufgrund unserer Erziehung, Tabuisierung und Einschränkung eines gesunden Sexualverhaltens, mangelnde bis keine Aufklärung, Übergriffe usw. sind wir in die Sexualität ohne Basiswissen hineingestolpert und viele Wissen auch im reifen Alter nur sehr wenig über ihren Körper und ihre Lust.

Gefühllosigkeit hat sich etabliert und wird als normal angesehen. Wenig Frauen teilen den Männern mit was sie wollen, mal davon abgesehen, das sie gar nicht wissen was sie wollen. Der Mann bekommt die Erlöserfunktion und hat der Frau gefälligst einen Orgasmus zu bereiten. Nur woher soll der Mann das wissen, wenn ihm die Frau das nicht sagt. Nicht jeder Mann ist ein erfahrener Tantriker, der vielfältige Erfahrungen gemacht und Initiationen erhalten hat.

Das kontinuierliche Erforschen des eigenen Körpers, der Lustzonen und der Zonen, die noch erweckt werden wollen, wirkt zuverlässig und nachhaltig.

Es braucht Geduld z.B. den G-Punkt gefühlvoll zu machen. Es lohnt sich dranzubleiben. Jede Frau ist auf ihre Art einzigartig und komplex. Deshalb ist die eigene Erforschung und das daraus resultierende Wissen das allerbeste und vor allem das, was zutrifft. Das ist sozusagen auch die Prophylaxe für die Gesundheit wie das Zähneputzen für die Zähne.

Es geht um den liebevollen, nährenden und neugierigen Kontakt zu unserem Körper und auch zu den Innenbereichen wie dem G-Punkt.

Die richtigen Handgriffe lassen sich lernen. Es braucht nur den Mut damit anzufangen und mit Neugier und Absichtslosigkeit sich selbst zu erforschen.

Gerne stelle ich mich für Fragen zur Verfügung und für Einsteiger und Fortgeschrittene gibt es auch die Yonitalk-Events und Seminare. In Bälde kommt das neue Programm.

http://www.yonitalk.de/html/events.html

Herzlichst

Bettina