Eine göttliche Begegnung

Es ist wieder so ein Tag der beschwingten Vorfreude. Überraschend hat er sich angemeldet, gerade so das ich nicht zulange warten muß, jedoch genug Zeit habe das Treffen und vor allem mich vorzubereiten. Wir sehen uns nicht häufig und es ist mir wichtig keine Zeit mit unnötigem zu vergeuden. Auch meine Yoni ist in froher Erwartung.

Es war nicht immer so. Ich habe an ihn jahrelang eine Beziehungserwartung geknüpft und es gab einige Prozesse bis ich durch alle emotionalen Eskalationen durch war. Unser Kontakt hatte immer mal wieder längere Pausen und es war jedes Mal unklar, ob es weitergeht. Beziehungserwartungen sind manchmal sehr hinderlich und versperren den Blick auf das Großartige, was möglich ist.

Nun meine Vorbereitungen waren schlicht. Etwas Sport, ausgiebige Körperpflege und die Vorbereitung eines leichten, leckeren Mals. Ich habe darauf geachtet das ich innerlich ruhig blieb. Als er von der Arbeit losfuhr hat er nochmal angerufen und das fand ich ganz schön. So konnte ich mit dem Kochen beginnen.

Wenn er kommt zieht er sich meistens direkt aus und ich liebe es ihn nackt um mich zu haben. In all den Jahren der Turbulenzen sind wir uns körperlich sehr vertraut geworden.

Er hat sich in seiner Männlichkeit enorm entwickelt. Und ich habe mich parallel dazu von vielen alten Verletzungen geheilt, die mich sehr zu mir gebracht haben. Wir können uns jetzt auf einer gereiften Ebene begegnen. Und vor allem kann ich ihn so lassen wie er ist. Er führt ein Leben, welches so ganz anders ist als meins. Ich kann ihn jetzt wahrnehmen und ihm zuhören. Ich habe eine eher stille Anteilnahme und freue mich, wenn es ihm gut geht.

Unser Körperkontakt ist von Anfang an da. Wir sind zärtlich und liebevoll miteinander und lachen viel. Wir machen uns Komplimente und wertschätzen uns. Wir halten den Blickkontakt. Die letzte Begegnung mit ihm hatte etwas besonders Großartiges, oder wieder etwas Großartiges. Die Ekstase kommt manchmal besonders kraftvoll und transformierend, öffnend, grenzüberschreitend, laut und still und vor allem sie lässt sich nicht planen. Manchmal gelingt es in tantrischen Ritualen, es kann genauso aber auch völlig in die Hosen gehen. Das was sich offenbaren will, offenbart sich wann und wie es will.

Unsere Begegnung ist kaum in Worte zu fassen. Es gab einen Zeitpunkt da war ich so sehr in der Hingabe und tief von ihm durchdrungen, da hat sich meine körperliche Begrenzung aufgelöst. Ich wusste nicht mehr wo oben oder unten ist. Ich war stundenlang in einem uteralen Erdbeben. Wir hielten weiterhin den Blickkontakt und ich war in einer unendlichen Liebe und Sanftheit. Mein Herz hat sich unendlich weit geöffnet. Wir waren eingebettet in pure Energie. Mein Schoßraum ist erfüllt mit Licht.

Und was kommt danach?

Stille.

Fazit: Wie anders würde doch das Verhältnis zwischen Männern und Frauen sein, die Verbindung zu unserem Planeten, der Natur und allem Lebendigem, wenn die körperliche Liebe zwischen den beiden viel mehr gelebt würde. Ich meine damit die körperliche Liebe, die zutiefst erfüllend ist, bei der die Frau den Mann ganz und gar in sich empfängt.

Ich bin stolz auf mich diese Begegnungen empfangen zu können und mit Bewusstsein zu füllen. Das ist Heilung und Heiligung. Die körperlich – zelluläre, sowie die seelische Heilung. In diesem Sinne ist Sexualität heilig.