Ein Festival der Berührungen

Erfahrungsbericht einer glücklichen Frau

„Yonitalk“ ist eine Oase der Ruhe und Klarheit, die hell orangefarbenen Seidenvorhänge tauchen die Räume in sanftes Licht. Bei einem Frauentee mit Bettina unterhalten wir uns über das, was in der Massage passieren kann und darf. Bettina fragt behutsam aber sehr genau nach ob ich weiß, welche Massageelemente ich bekommen möchte und wo meine Grenzen sind. Wir vereinbaren, dass ich ihr während des Massage-Rituals Rückmeldungen gebe, was mir angenehm oder unangenehm ist, damit sie weiß wie weit sie gehen darf. Schließlich kann eine Tantramassage Berührungen im Intimbereich, bei einer Yonimassage sogar innerhalb der Vagina beinhalten. Für eine Frau ohne Tantra-Erfahrungen eine gewöhnungsbedürftige Vorstellung.

Zum Massageritual wickle ich mich in einen Kimono. Ich schließe die Augen und fühle mich von Bettina umarmt und gehalten. Als ich auf dem angewärmten, weichen Massagetisch liege, werden zuerst meine Hände und Arme, Füße und Beine massiert bis sie gut durchblutet sind. Nach einer ganzen Weile erst wickelt mich Bettina aus dem Kimono und zieht ihn sanft von meinem Körper. Dieses wunderbare Gefühl von über die Haut gleitendem Stoff darf ich noch öfter genießen. Bettina verwöhnt mich mit angewärmten Fransentüchern, Straußenfedern, weichen Puderpinseln, heiß-feuchten Lappen. Manches kann ich nur raten, denn ich lasse meine Augen geschlossen und fühle nur. Die Abwechslung der Materialien, Temperaturen und Berührungsintensitäten bietet einen ganz eigenen Reiz. Manche Massagetechniken wendet sie kurz und dynamisch an, andere sehr langsam und ausgiebig. Mal mit mal ohne Öl. Gerade fließe ich dahin wie Butter in der Sonne, im nächsten Augenblick spüre ich Wellen von Energie durch meinen Körper rauschen. Immer passend zur Hintergrundmusik. Es ist wie ein Tanz auf meiner Haut. Ich bin noch nie so lange massiert worden und ich hatte mir nicht vorgestellt, dass ich es die ganze Zeit entspannt genießen würde, aber die Vielseitigkeit der Empfindungen lässt die Zeit fliegen.

Schließlich darf ich zugedeckt liegen bleiben und nachspüren. Ich hatte Benommenheit erwartet, was ich erlebe ist erstaunlich viel Energie. Ich fühle mich ausgesprochen erfrischt und energetisiert und was das schönste ist, dieses Gefühl hält tagelang an. Es trägt mich mit Leichtigkeit durch Geschäftstermine, die mir vorher Sorgen bereitet hatten und meine Entspanntheit wirkt sich positiv auf Besprechungen aus. Ich bin beeindruckt. Hoffentlich hält die Wirkung noch lange an. Jede Woche könnte ich mir einen solchen Luxus nicht leisten, aber eine Wiederholung ist gar nicht ausgeschlossen.

Mein Fazit:
Für eine Genießerin wie mich ist es ein Festival der Berührungen. Ich fühle mich reich beschenkt und nehme viele Anregungen mit nach Hause. Zum Glück ist mein Schatz genauso experimentierfreudig wie ich und ich sehe uns schon in einem „Berührungscoaching“ bei Yonitalk. Nur eines tut mir leid, dass ich davon nicht schon früher wusste, in meiner Zeit als Single. Nichts gegen Autoerotik, aber das passive berührt und gehalten werden kann sich kein Mensch selber geben. Und diese Erfahrung war unvergleichlich besser als so manche lauwarme Affäre.