Die Bedeutung des Tantramassagverbandes (TMV e.V.)

Liebe Leser,

Im Jahre 2004 wurde der TMV e.V. Tantramassageverband gegründet. Mitte diesen Monats hatten wir wieder unser erstes von zwei jährlichen Arbeitstreffen mit anschließender Vollversammlung.
Mittlerweile haben wir uns ganz gut untereinander kennengelernt und Strukturen der Verständigung und der Entscheidungsfindung entwickelt. So sind unsere Arbeitstreffen sehr effizient und wegweisend.
Seit 2005 bin ich im Vorstand und seit drei Jahren als erste Vorsitzende ehrenamtlich tätig. Dieses Amt bringt es mit sich das viele Fäden bei mir zusammenlaufen und ich ein Netz webe, welches verschiedene Arbeitsbereiche miteinander verknüpft. Ich lerne ständig dazu, wie eine gute menschliche Basis entstehen kann. Das ist ein Kunststück, da wir ein Verband und aus dem heraus eine Interessengemeinschaft und keine Therapiegruppe sind. Wir haben mit allen menschlichen Themen und Schattenseiten zu tun. Werde ich gehört? Wie verschaffe ich mir Gehör? Wie steht es um meinen Selbstwert, wenn ich nicht gehört werde?
Was nährt mein Engagement?
Verbandsarbeit ist ein Balanceakt zwischen eigenen Interessen, unterschiedlichen Geschäftsmodellen und Interessen, die dem „großen Ganzen“ dienen. Das große Ganze ist das Gefäß des Verbandes.
Wir etablieren mehr und mehr die Wertschätzung des Engagements der einzelnen aktiven Mitglieder.
Das Herzstück des Verbandes ist die zertifizierte Ausbildung als Tantramasseur/in.
Tantra wie auch Tantramassageanbieter schießen wie Pilze aus dem Boden und und es ist nicht so einfach ein seriöses Institut zu entdecken, indem die Masseurinnen auch tatsächlich Tantramassagen anbieten und die entsprechende Ausbildung erfahren haben.
Eine fundierte Ausbildung ist nicht an einem Wochenende zu absolvieren und schon gar nicht nach eigenem „Gutdünken.“
Die Ausbildung innerhalb des Verbandes setzt mehrere wöchentliche Blocks voraus, in denen Yonimassage, Lingammassage sowie Anal-und Prostatamassage gelernt und geübt werden.
Des weiteren findet eine berufsbegleitende, kontinuierliche Supervision statt und nach spätestens zwei Jahren eine Prüfung.
Der gruppendynamische Prozess, indem ganz viel Spiegelung und Auseinandersetzung mit den eigenen Themen stattfindet ist genauso wichtig wie das verinnerlichte Verständinis was ein Ritual im Sinne des Tantra ist.

Unsere Vision ist die gesellschaftliche Anerkennung der Tantramassage, die Enttabuisierung einer gesund gelebten Sexualität und die klare Differenzierung zu angrenzenden Angeboten, die Tantra nur als Deckmantel benutzen.
Es ist uns wichtig, Bewusstsein und Kommunikation in den Bereich der Körperlichkeit, der intimen Berührung, der Auffächerung dessen, was als fühlbare Lust in unseren Zellen steckt und uns als ekstatische Wesen lebendig sein lässt, mehr und mehr in die Welt zu bringen.
All das nährt mein Engagement und in diesem Sinne ist die Verbandsarbeit ein Politikum.
http://www.tantramassage-verband.de/de/lesenswertes.html

Herzlichst
Bettina Dornics