Der Hass ist vorbei

Transformation in den Zellen, Befreiung von alten Mustern

Da es mir gelungen war, mich von dem auf mich projizierten Hass eines Mannes nicht provozieren zu lassen, hatte es nachhaltige Auswirkungen.
In mir hat sich ein Schalter umgelegt, der meinen ganzen Körper, meinen inneren Zustand und meine universelle Ankopplung verändert hat.

Es gab noch eine Aussprache mit Shiva, nach dem was ich im letzten Blog beschrieben habe. Das war auch sehr wichtig. Als ich ausreichend überprüft hatte, das ich innerlich stabil bleiben kann und nicht in die Sehnsucht nach diesem Mann zurückfalle, ließ ich mich auf ein Treffen ein.
Es war zu erwarten, das ich sehr traurig sein würde und kaum war er in der Tür ließ ich meinen Tränen freien Lauf. Ich betrauerte zutiefst dieses Aus für die Liebe mit diesem Mann.
Das dauerte mehrere Tage, in denen ich fast durchgängig geheult habe.
Ich kannte mich gut genug, das ich wusste, das ich danach geläutert bin und loslassen kann.
So kam es auch. Ich hatte ihn aus meinem Körper hinausgespült.
Was aber blieb war das offene Herz und diesmal völlig frei und ungebunden. Ein tiefer Frieden ist in mich eingekehrt und ich bin ganz weich geworden. Die Präsenz für das was ich tue hat sich erhöht und mein Körper wird muskulöser ohne große sportliche Betätigung. Außerdem hat sich ein hemmungsloser Humor eingestellt.
Ich habe in dem Buch „Das Tao der Sexualität“ entdeckt, das es für äußere Übungen die inneren Übungen zur Ergänzung braucht. Macht man nur die inneren Übungen, kann man auf die äußeren verzichten.
Das setzt natürlich voraus, das die Energie im Körper auch fließt.
Mir haben die äußeren Übungen, gepaart mit Bewußtseins – und Atemübungen jahrelang sehr geholfen meinen Körper durchlässig zu machen. Die inneren Übungen, die ich jetzt morgens nach dem Aufwachen und Abends vor dem Schlafen praktiziere sind sehr feine, aber wirkungsvolle Übungen. Im Tao werden sie die „Hirschübung“ genannt. Die sexuelle Energie wird dabei durch alle Drüsen hinauf in die Zirbeldrüse gelenkt.

Da ich jetzt keinen Hass mehr empfinde – es fühlt sich so an, als sei der Hass auf meiner Landkarte gelöscht – gehen die inneren Übungen sehr leicht. Alles was mir gut tut lässt sich freudig in mein Leben integrieren. Es ist selbstverständlich geworden.
Die Körperzellen fühlen sich lichtdurchflutet und revitalisiert an. Ich werde jünger.
Wie destruktiv der Hass sich auf die Körperzellen ausgewirkt hat, merke ich erst jetzt, wo er weg ist.
Hass kann auch da sein, wenn er nicht gefühlt wird. Leider ist es ja oft so das gerade die nichtgefühlten Gefühle so viel Gewalt auslösen, wenn sie sich im Affekt Bahn brechen.
Hass ist wirklich zu gar nichts nutze. Er zerstört nur.

Hass ist sehr stark mit Angst gepaart. Hass entsteht aus Angst vor Nähe, Angst vor Intimität, Angst vor Verletzlichkeit. Die Ängste entstehen durch Übergriffe, Demütigungen, mangelnde Liebe bis hin zu extremer Gewalt, die traumatische Auswirkungen haben.

Alle sind wir davon betroffen. Deshalb ist es das Wertvollste für uns, für unsere Mitmenschen und alle fühlenden Wesen, das aufzulösen.

Ich erdreiste mich jetzt nicht, darüber zu befinden wie das aussehen kann, wenn ein Kind halb zutode geprügelt wurde oder zum Kindersoldaten gezwungen wurde.
Dennoch glaube ich daran das es in der Seele etwas gibt, was überlebt und wenn es eine Chance gibt, auch zum Tragen kommen kann. Immer wieder gibt es ja Beispiele wie Nelson Mandela, der in seiner ganzen politischen Laufbahn, die lange Zeit von Repressalien im Gefängnis nicht verbittert ist.

Menschen die sich und ihren Werten in großer Menschlichkeit und Güte treu bleiben, sich für das Lebendige einsetzen, sind meine Vorbilder.

Herzlichst
Bettina