Bin ich untreu, wenn ich eine Tantramassage genieße?

Das kann ich mit einem klaren Nein beantworten.
In einer Tantramassage geht es um den Kontakt, die Wahrnehmung des eigenen Körpers und der einhergehenden Gefühle und Empfindungen.Es ist eine Reise zu sich selbst. Wohin die Reise geht ist von vornherein offen.
Eine Tantramassage ist weder anrüchig noch wird etwas gepuscht. Es geht darum in einem geschützten Rahmen die eigenen Grenzen zu spüren und dementsprechend selbstbestimmt herauszufinden, wo es weitergeht. Die Massagegeberin / Massagegeber unterstützen dabei durch ihre Präsenz, ihr Wissen und ihre Erfahrung.
Wir sind als sexuelle Wesen auf die Welt gekommen, wir sind durch Sexualität entstanden und ein gesunder Zugang zur Sexualität ist pure Lebensenergie.
Ein lustvoller und wohlwollender Zugang zur eigenen Sinnlichkeit ist die Voraussetzung Berührung zulassen und geben zu können.
Die Verbindung von Sex und Herz sind die Voraussetzung für ein erfülltes Liebesleben. Selbstliebe und Selbstannahme sind die Voraussetzung Liebe geben zu können und zu erwidern. Somit kann es auch zur Freude des Partners/in beitragen, wenn das eigene Strahlen zunimmt.
Unnatürlich ist Sex dann, wenn er in abgespaltener, pervertierter Form, d.h. ohne Verbindung zum Gefühl, ohne liebenden Impuls ausagiert wird. Z.B. durch Pornosucht, wenn die sexuelle Lust in den Genitalien nur durch visuelle Bilder hervorgerufen werden kann und im Herz nichts gefühlt wird. Der Zugang zur eigenen Sinnlichkeit, zur natürlichen Ekstase ist verlorengegangen. Somit ist auch ein erfüllender Kontakt zu einem Partner unmöglich.
Kreativität, Abwechslung und Experimentierfreude im Umgang mit der eigenen Lust sind willkommen. Es darf Spaß machen der Lust kraftvoll und verspielt Ausdruck zu verleihen, wenn das Herz und der Humor dabei sind. Dann ist die Lust im Kontakt zu sich und dem Gegenüber. Das kann ganz intim zuhause stattfinden, oder auch in einer Gruppe.
Die Tantramassage ist unterstützend den gesunden, natürlichen, liebevollen, genussreichen Kontakt zu sich selbst herzustellen und somit auch die Fähigkeit zur Hingabe und zur Ekstase, zur Lebensfreude zu fördern.
Herzlichst
Bettina Dornics